Hier ein kurzer geschichtlicher Abriss

Das niedersorbische Wort korjen „Wurzel“, im weitesten Sinne auch Waldbezeichnung, diente als Grundlage der Ortsbezeichnung. Unsere Gemeinde ist seit der mittleren Steinzeit ständig besiedelt. Archäologische Funde reichen 10 000 Jahre zurück.

Im Jahre 1300 wird Kahren mit der Kirche das erste Mal erwähnt, 1346 dann  im Zusammenhang mit der Entrichtung von Zinsen an das Bistum unsere Kirche. Das Leben unseres Ortes wurde geprägt durch die Gutsherren, die hier von 1463 (Urkunde)bis 1932 herrschten. Die wendische Bevölkerung und auch die Besitzer des Gutes konnten dem kargen Lausitzer Boden keine Reichtümer abgewinnen.


Gutshaus Kahren

1706 übersetzte der Pastor Gottlieb Fabricius den Kleinen Katechismus vom Deutschen ins Wendische (Niedersorbische). 1709 folgte das Neue Testament. So war es möglich, dass die Menschen der Niederlausitz auch in ihrer Muttersprache lesen konnten. Hungersnöte und Überschwemmungen der Spree suchten unser Dorf immer wieder heim. Schwere Prüfungen wurden der Kahrener Bevölkerung durch Kriege auferlegt. Durch die Kampfhandlungen zum Ende des 2. Weltkrieges zwischen Deutschen und Russen, die auf Berlin zu marschierten, wurde unser Dorf zu 80 % zerstört.


Postkarte

In unserem Ort gibt es heute eine Agrargenossenschaft, Handwerksbetriebe, eine Kita, Bäcker, Fleischer und Friseur. Die Oberschule wurde leider auf Beschluss der Stadt Cottbus 2007 geschlossen. Das sportliche und kulturelle Leben wird geprägt durch den Sportverein, gegründet 1903, die Feuerwehr, gegr.  1934, den Gemischten Chor, gegr. 1883, den Anglerverein und den Bürgerverein. Zampern, Osterfeuer, Maibaumaufstellen, Sportfest, Parkfest, Weihnachtsmarkt und Adventssingen gehören zu unseren jährlichen traditionellen Veranstaltungen.


Postkarte

Kahren ist seit 1993 ein Stadtteil von Cottbus. Unser Ort lag bis 1991 in einem Bergbauschutzgebiet, d.h. er sollte abgebaggert werden, weil darunter Braunkohle liegt.

Die Einwohnerzahl hat sich von 700 im Jahr 1990 bis heute auf 1300 fast verdoppelt.